Pokalaus! Ü50 verliert 1:2 in Schnelsen

Tor: 1:0 Woller

Die ruhmreiche Pokalgeschichte der Supersenioren hat an einem kühlen Mittwochabend in Schnelsen ein schmerzhaftes Ende gefunden. In den vergangenen Jahren hatte die Ü50 zumeist im Halbfinale oder im Finale gestanden, sich gar einmal als glorreicher Sieger in den Vereinsannalen des TSV Glinde verewigt. Doch diesmal war im Achtelfinale finito. Bei Germania Schnelsen setzte es eine bittere 1:2-Niederlage.

Warum? Weil wir nach zehn starken Minuten und dem frühen 1:0 durch Woller, der das Leder, das der Torwart nicht festhalten konnte, trocken über die Linie bugsierte, plötzlich aufhörten, aggressiven Fußball zu spielen. Weil wir leichtsinnig dachten, dass die anfangs so flatterige Germania eine ganz harmlose Truppe sei, die wir mal eben unter Flutlicht wegfiedeln. Die sich aber dann auf einmal als kompaktes Bollwerk mit Offensivkraft entpuppte und nach dem Ausgleich, als vier Glinder nicht eingriffen und den bogenlampigen Weitschuss ins lange Eck nicht verhinderten, Witterung nach einem Sieg aufnahm. Weil Coach Nicos energische Ansage in der Pause auf dem Platz nicht fruchtete und wir uns weiter in der gegnerischen Abwehr festrannten, kaum echte Chancen erarbeiten und es jedem am unbedingten Willen zum Gewinnen mangelte. Und weil wir in der zweiten Halbzeit ungewohnt hilf- und planlos dem frühen 1:2 hinterherliefen. Das hatte der beste und von uns oft nicht in Griff zu kriegende Schnelsener nach einer vermeidbaren Ecke per Kopf erzielt, ein guter Fußballer, dem man nur einst nicht glauben wollte: dass er laut Pass Jahrgang 51 ist ( siehe hierzu Nachtrag von Frank Gabbert).

Dass zudem der Ball trotz Austauschs fortwährend eine flaue Pille war und der umständliche Schiri den Spielfluss mit seiner kleinlichen Pfeierei zerstörte, kann man als Grund leider auch nicht gelten lassen. Und so bleibt am Ende das Aus und die Gewissheit, dass sich die Fortsetzung des schönen Glinder Pokalmärchens erst in der nächsten Spielzeit schreiben lässt.

Leider raus: Thomas Klein, Achim Urbschat, Henrik Schöning, Dirk Tesch, Matthias Kühn, Jürgen Richter, Francisco Zitzmann, Andreas Leicht, Mathias Heinze, Jörn Wilkens, Frank Woller, Mario Scheck, Oli Knoch und Coach Nico Scheck

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Nachtrag von Frank Gabbert:

Das Verhalten von Germania Schnelsen nach Spielschluss war schon irgendwie seltsam, so dass wir noch eine Verlängerung am "grünen Tisch" beantragt haben.

Der Spieler mit der Nr. 4 von Germania Schnelsen erschien mehreren Spielern des TSV Glinde altersmäßig nicht spielberechtigt für die Ü50, weil zu jung. Die Prüfung des Online-Spielberichts in der Halbzeitpause ergab, dass es sich bei dem Spieler mit der Nr. 4 angeblich um  A. K. , geb. am 03.11.1951 ( 66 Jahre ! ) handeln soll. Das erzeugte staunende und neidische Gesichter auf Glinder Seite. Der Spieler mit der Nr. 4 war überragend und  erzielte auch das Tor zum 2:1 Endstand. Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an...dieser Song scheint dem dynamischen, dribbel- und spurtstarken Fußballer, dem man sein Alter wirklich nicht ansieht, wie auf den Leib geschrieben worden sein.

Nach dem Spielende baten der Mannschaftsverantwortliche und der Offizelle vom TSV Glinde den Schiedrichter darum, den Spielerpass des Spielers mit der Nr. 4 zu überprüfen und das Foto mit der spielenden Person abzugleichen. Es entstand eine hitzige Diskussion zwischen dem Schiedsrichter, den Vertretern des TSV Glinde und mehren Beteiligten von Germania Schnelsen. Der Aufforderung des Schiedsrichters zur Vorlage der Spielerpässe kam Germania Schnelsen nicht nach, weil die  Pässe angeblich nicht vor Ort waren. Es wurde von Seiten Germania Schnelsen auf den Online-Spielbericht hingewiesen und dann müssten keine Pässe mehr vorgelegt werden.

Während alle anderen Spieler sich an der Diskussion beteiligten hatte sich der Spieler mit der Nr. 4 bereits von der Sportanlage entfernt und konnte sich so nicht gegenüber dem Schiedsrichter ausweisen. Der Schiedsrichter schlug vor, dass Germania Schnelsen zur Klärung eine Kopie des Spielerpasses von A. K. an den TSV Glinde sendet. Der Verantwortliche von Germania Schnelsen   sagte das zunächst zu, gab aber an, dass es einige Zeit dauern könnte, weil man sich erst einmal auf das Punktspiel am Wochenende vorbereiten wollte.

Wir legen vorsorglich formgerecht Protest ein und hoffen, dass Germania Schnelsen das noch klärt; ansonsten wird es eine Sportgerichtsverhandlung geben. Wir wollen unbedingt das "Geheimrezept" erfahren, auch wenn es uns vermutlich nichts nützen wird. Möglicherweise sollte man wie der 4-er nach dem Spiel sich ungeduscht und ohne ein Getränk vom "Acker" machen.

Das könnte das Geheimrezept sein enlightened .

Kann man ja mal ein paar Jahre ausprobierenwink