Supis schwach: 2:3 gegen West-Eimsbüttel

Tore: 1:0 Woller, 2:2 Scheck

Es reichte einfach nicht. Diese Erkenntnis stand am Ende allen Supersenioren ins enttäuschte Gesicht geschrieben. Eine bittere Erkenntnis, denn die 2:3-Heimniederlage hatte sich die Truppe nicht gegen einen Konkurrenten aus dem oberen Tabellendrittel eingefangen, sondern gegen den Vorletzten der Verbandsliga. Sicher, die West-Eimsbütteler hatten sich mit ein paar jüngeren Sportskameraden verstärkt und wir vergeblich unsere Ü40 um Spielerhilfe gebeten. Aber dennoch darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir an diesem so herrlich sonnigen Sonntagmorgen eine indiskutable Leistung abgeliefert haben. Zu weit weg vom Gegner, keine Laufbereitschaft, folgenschwere Stellungsfehler in der Abwehr, ein Passspiel von Angst geprägt und ohne Körperspannung ausgeführt, konditionell ein Offenbarungseid…

Aber lassen wir das. Jeder weiß, was schlecht war. Jeder weiß, dass das Alter seine Folgen hat. Jeder weiß, dass wir schnell mit leeren Händen dastehen, wenn wir in Sachen Spieler nicht aus dem Vollen schöpfen können. Und jeder weiß, dass es bei aller Erkenntnis der eigenen Unzulänglichkeiten keinen Sinn macht, jetzt nur Frust zu schieben. Und wenn wir gegen die „Wespen“, wie sich die West-Eimsbütteler ganz niedlich auf ihre Trikots haben drucken lassen, nach unserem Führungstor ein bisschen mehr Dampf gemacht und mehr Ordnung gehalten hätten, dann hätte uns der Gegner an diesem Tag nicht drei schmerzhafte Stiche versetzt, sondern von uns eine Klatsche bezogen. Denn ein Sieg wäre in jeder Phase des Spiels drin gewesen. Nach Wollis 1:0, der Marios herrlichen Freistoß ans Lattenkreuz dorthin beförderte, wo er hingehörte, waren genauso Chancen zu weiteren Treffern vorhanden wie nach dem Ausgleich zum 2:2, als Schecker ein exzellent geschlagenen Pass von Guido veredelte.

Doch von Nicos Jungs kam leider nix. Man ließ den Gegner kombinieren, flanken, in den Strafraum eindringen, und statt ihn zu stören, stellte man ihm ein Bein und den Schiedsrichter vor die nicht so schwere Entscheidung, Elfmeter zu pfeifen. Während West-E. so ein nettes Geschenk gern annahm, lehnten wir die Präsente, die man uns zwischendurch machte, dankend ab und trafen freistehend vor dem Keeper nicht ins Tor, sondern den Wart. Nun denn, Bier und Wurst am Unterstand schmeckten anschließend trotzdem. Obwohl Balltraining und Waldlauf nötiger gewesen wären.

Nur bedingt in Form: Thomas Klein, Achim Urbschat, Jürgen Richter, Jörn Hedtke, Guido Behlau, Francisco Zitzmann, Jörn Wilkens, Frank Woller, Andreas Leicht, Detlef Sievers, Mario Scheck, Thomas Mezele, Frank Gabbert, Harry Streich