Leider kein Pokalfinale: Ü50 verliert 0:2

Machen wir’s kurz: Der Traum vom erneuten Pokalfinale ist für die Ü50 ausgeträumt. Das vor knapp zwei Wochen abgebrochene und am Mittwochabend wiederholte Halbfinale gegen SCVM/Altengamme ging 0:2 verloren. Glückwunsch an den Gegner, der uns auch in der Meisterschaft ein kleines Stück voraus war. Und Glückwunsch an uns Glinder, die wir trotz des Ausscheidens eine großartige Saison gespielt haben: Vizemeister, Pokalhalbfinale, dazu noch Anteil an dem Meisterschaftsgewinn der Ü55 – wer hätte das vor dem Beginn der Serie 16/17 geglaubt?

Tja, der Glaube! Der fehlte uns diesmal gegen die strammen Gammer Kerle. Und der Wille, der war auch nicht da. Die Bereitschaft, alles zu geben – auch sie irgendwie in der Kabine liegen geblieben. Körperspannung, Wachsamkeit, Konzentration: Sie hätten das dämliche, recht frühe Gegentreffer verhindert. Doch so schauten alle zu, als der Freistoß in den Strafraum segelte, einer der Gäste den Ball Richtung Tor beförderte, den Keeper Klein reaktionsschnell gegen die Latte lenkte, der aber dann mit ansehen musste, als das Leder von der Seite wieder zurück in den Fünfer flog und von einem Gammer Kopf ins Glinder Gehäuse knallte.

Genau das, was keiner wollte. Und doch ein Weckruf mit Wirkung. Denn prompt blies die Truppe zum Gegenangriff. Und wenn Heinze und Leicht zwei ansehnliche Angriffe zum 1:1 veredelt hätten, wer weiß, wie es dann gelaufen wäre. Doch die Schüsse verfehlten ihr Ziel. Und statt des Ausgleichs notierte der Schiedsrichter das 0:2 – ein Weitschuss, freilich mit Gefühl ausgeführt, aber doch recht glücklich im Giebel gelandet. Keine Chance für Thomas Klein, der den mit Handbruch ausgefallenen Michael Martinet ersetzte und mit einer guten Leistung nicht noch mehr Tore zuließ.

In Hälfte zwei fielen keine Treffer mehr – und den Glindern auch nichts mehr ein, wie man die Männer aus dem Marschland hätte bezwingen können. Gegen so eine mit Spitzenkräften besetzte Truppe fehlte einfach etwas ganz Entscheidendes: der Schneid. Dennoch: Den Stolz über das Erreichte in dieser Saison kann uns keiner nehmen. Danke, Jungs!

Finale verpasst: Thomas Klein, Achim Urbschat, Henrik Schöning, Rainer Lorenz, Manuel Szymczak, Andreas Leicht, Jörn Hedtke, Olli Bremer, Mathias Heinze, Mario Scheck, Frank Gabbert, Frank Woller, Christopher Nzegwu, Jürgen Richter, Thomas Mezele